Nachdem die Eltern erwiesenermaßen flugtauglich sind, wollten wir nun auch wissen was unsere Kinder (Beatrice 11J. und Zoe 1,5J.) vom Fliegen halten. Im Gegensatz zu einem Linienflug ist so ein Testflug mit Lizenz glücklicherweise einfacher.
22.3.2010 – CAVOK Win 120°/7kt, strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und angenehme Temperaturen um die 15 Grad – höhrt sich nach bestem Flugwetter an, ist es aber nicht, aber dazu später mehr.
Nachdem Zoe Ihren Spaß mit der Sicherheitsschleuse hatte (sie musste sie unbedingt dreimal ausprobieren, aber immer ohne Piep), begutachteten beide die D-EXBS respektvoll während Mama und Papa die Außencheckliste abarbeiteten und Treibstoff nachfüllten.
Während Mama dann den Ölstand kontrollierte, hatte Zoe das Flugzeug festgehalten und Bea das Flughandbuch gelesen – zumindest bis sie feststellte, dass es gar nicht das Flughandbuch, sondern ein Bilderbuch war. 
Dann war es soweit, alle einsteigen, anschnallen, Headsets aufsetzen… und das erste Problem: Beide Kinder waren mit den Headsets nicht sonderlich glücklich und nahmen sie nacheinander ab.
Kurz nach dem Start rächte sich der blaue Himmel: Beim kleinen Rundflug zur nördlichen CTR-Grenze und zurück in 2300 ft. (um den Luftraum C ab 2500 ft. zu meiden) zeigte sich die Thermik und schüttelte uns ein bisschen durch. Für die Kinder und auch uns kein Problem, aber der Flug am Vortag war ruhiger gewesen.
Zoe weinte gelegentlich – Bea hat sie dann mit einem Buch abgelenkt und getröstet. Vermutlich war Zoe das Ganze zu laut oder sie hatte Druck auf den Ohren.
Also langsamer Sinkflug auf der November-Route, direkt in den Queranflug 27R. Die rund 1400 ft. Höhe hätten sich mit Landeklappen problemlos abbauen lassen, aber ich beschloss die Landefreigabe gegen einen Überflug und eine Platzrunde zu tauschen, so dass wir langsamer Höhe abbauen und Zoe schonen konnten, sollte der Sinkflug für ihren Unmut verantwortlich gewesen sein.
Beim zweiten Versuch flogen wir in rund 800 ft. in den Queranflug und drehten in einen tiefen Endanflug. Abgelenkt von einer quengelnden Zoe und einer tröstenden Mama ging die Landung dann daneben: Nach dem Aufsetzen des Hauptfahrwerks hob die D-EXBS noch einmal kurz ab, wahrscheinlich hatte ich noch zu viel Zug auf dem Höhenruder. Eine durchaus akzeptable, aber für meine Anforderungen an mich selbst trotzdem verkorkste Landung.
Beim nächsten Flug werde ich auf den Rat meines ehemaligen Fluglehrers hören und Pilot und Passagiere während Start und Landung per Interkom voneinander trennen.
Zusammengefasst war es trotzdem ein recht erfolgreicher Flug, auch wenn er nur ca. 15 Minuten dauerte: Keines der Kinder wollte sich von seinem Essen trennen und mit ein bisschen Headsettraining zu Hause sollten die nächsten Flüge und Landungen ruhiger verlaufen.